Wirtschaft Macht Politik 45 - Editorial

29 März, 2015

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Ausgabe 45

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen turbulenten Zeiten ist es nicht immer leicht, mit der Entwicklung in Politik, Wirtschaft und Literatur Schritt zu halten. Aber zwei Themen beherrschen die Schlagzeilen bereits seit Wochen: Die Ukraine und Griechenland. Worum geht es? In beiden Fällen natürlich um Geld, um viel Geld, um unser Geld! Sehen wir uns das etwas näher an: „Die Ukraine fordert vom Westen mehr Geld und bekommt es auch.

Im Gegenzug verweigert Kiew Reformen – und kündigt schon mal an, dass die Schulden wahrscheinlich nicht beglichen werden können. Das ist ein überraschender Offenbarungseid. Am 11. März, hatte der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds eine neue, vierjährige Kreditlinie in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar gebilligt, die ihrerseits wiederum Teil eines internationalen Hilfsprogramms im Umfang von etwa 40 Milliarden Dollar ist. Einzelne Staaten oder Staatengruppen wie die Europäische Union werden für den Differenzbetrag zum IWF-Geld in den kommenden Jahren aufkommen“.
Quelle: Die Welt

Die Ukrainer sagen praktisch: Schenkt uns Geld, sonst kuscheln wir mit den Russen. Und mit welcher Dreistigkeit sie das sagen! Wobei das nicht verwunderlich ist, denn sie haben schnell von den Griechen gelernt und wissen, wie einfach man an Geld kommen kann, wenn man mit der „Russenkarte“ droht.

Zusammengefasst heißt das nichts anderes als:
1) Wir wollen Geld (noch mehr Geld)
2) Wir werden es nicht zurückzahlen
3) Die EU (also maßgeblich Deutschland) wird dafür aufkommen.

Unglaublich, nicht? Seien Sie versichert, daß Merkel uns das in den nächsten Tagen mal wieder als alternativlos verkaufen wird. So wie im Fall von Griechenland in der Woche 11: „Die USA schalten sich immer mehr in die griechische Finanzkrise ein. Die Leiterin der Europaabteilung im US-Außenministerium, Victoria Nuland (eigentlich Nudelmann, das ist die mit „Fuck the EU“), ist am 17. März zu einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras in Athen eingetroffen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, machen sich die USA Sorgen wegen der Finanzkrise in Griechenland. Washington wünsche eine schnelle Lösung des Problems. Sollte Griechenland aus dem Euroland ausscheiden, könne dies schwerwiegende Folgen für die Südostflanke der NATO haben, hieß es. ...“
Quelle: dpa-AFX Meldung

Klartext: Befehl von ganz oben: Im Interesse der USA muß Griechenland gerettet werden und im Euroraum bleiben, koste es was es wolle! Nur einen Tag später verkündet Merkel diesen Befehl ihrer Herren an ihre Untertanen: „Es bleibt ein langer, schwerer Weg zu gehen. Trotz verhärteter Fronten wirbt Kanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung für den weiteren Dialog: Sie freue sich auf den Besuch von Premier Tsipras.
...“. Quelle : Der Spiegel

Alternativlos. Nicht die Griechen. Aber die Südostflanke der NATO. Nicht auszudenken (für die Südostflanke), wenn Putin einen Hafen in Griechenland für seine Flotte anmieten würde. Da muß bis zum letzten Blutstropfen, also Euro meine ich, verteidigt, also gezahlt, werden. Natürlich nicht von den Amerikanern. Bluten dafür dürfen wir Europäer. Bei den Krediten (Geschenken!) für die Ukraine genau so wie bei den Sanktionen gegen Rußland. Auch da haben wir Europäer für die Interessen der Amerikaner geblutet und tun es immer noch. Auf Geheiß unserer amerikahörigen Politiker. Auch hier gilt: Nicht auszudenken, wenn sich Europa und Rußland verbünden würden - zum eurasischen Wirtschaftsraum. Dann hätten die Amerikaner noch schneller fertig.

George Friedman (Direktor von Stratfor) sagte das vor einem Monat in aller Deutlichkeit: „US-Hauptziel seit einem Jahrhundert ist es, ein deutsch-russisches Bündnis zu verhindern.“ Quelle: Youtube

Die nächste Zeit wird turbulent. Schnallen Sie sich an!

Ihr
Dr. C.P. Dorian
März 2015

 

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