Für Zypern wird ein zweiter Bail-in vorbereitet

15 September, 2014

Für Zypern wird ein zweiter Bail-in vorbereitet

Nur Glass-Steagall kann noch helfen

Der erste hat die Bevölkerung bereits ihrer Ersparnisse beraubt, der zweite soll ihnen in dem letzten kriminellen Versuch der Eurozone, ihr bankrottes Bankensystem zu retten, nun auch das Dach über dem Kopf nehmen.

Die Troika zwingt die Regierung, als Voraussetzung für die Freigabe der nächsten Tranche der EU-Rettungsgelder Ende August ein neues Bankinsolvenzgesetz zu beschließen.
Das Gesetz sieht private Zwangsversteigerungen von Immobilienbesitz vor, der für die Hälfte des ursprünglichen Wertes oder weniger verkauft werden kann. Angesichts der Verarmung der Bevölkerung wird dieser Besitz dann zweifellos in die Hände internationaler Fonds fallen. Das Gesetz wird sich noch schlimmer auswirken, weil Zypern derzeit die höchsten Zinsen in ganz Europa hat. Nicht geändert wird die Regelung, dass der zahlungsunfähige Schuldner nicht bloß seine Immobilie verliert, sondern mit seinem gesamten Besitz haftet. Das Gesetz ist so formuliert, dass zypriotische Gerichte umgangen werden.

Die einzige Lösung für die Bankenkrise in Zypern und in ganz Europa ist eine Glass-Steagall-Reform zur strikten Trennung von Geschäftsbanken, die mit der realen Wirtschaft verbunden sind, vom Kasino der Investmentbanken.

Quelle: Magazin2000plus Printausgabe "September/Oktober2014"

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