Ukraine-Krise offenbart antirussische Ausrichtung der Allianz-Politik

07 April, 2014
RIA Novosti

65 Jahre Nato: Ukraine-Krise offenbart antirussische Ausrichtung der Allianz-Politik


20:50 05/04/2014

Die gegenwärtige Krise in der Ukraine hat die Nato völlig entlarvt: Ohne daraus ein Hehl zu machen, verstärkt nun die Allianz ihre Kräfte entlang der russischen Grenzen, stellen russische Experten fest, die von RIA Novosti im Zusammenhang mit dem 65. Jahrestag der Gründung der Nato befragt wurden.

Die gegenwärtige Krise in der Ukraine hat die Nato völlig entlarvt: Ohne daraus ein Hehl zu machen, verstärkt nun die Allianz ihre Kräfte entlang der russischen Grenzen, stellen russische Experten fest, die von RIA Novosti im Zusammenhang mit dem 65. Jahrestag der Gründung der Nato befragt wurden.

Veronika Krascheninnikowa, Generaldirektorin des Instituts für außenpolitische Studien und Initiativen, ist der Ansicht, dass die jetzige Krise in der Ukraine "die Nato entlarvt" habe. "Die Nato macht kein Hehl mehr aus der Verstärkung ihrer militärischen Kräfte entlang der russischen Grenzen im Baltikum und in Polen sowie in anderen osteuropäischen Nato-Ländern".

"Zweifellos steht nun Moldawien als der nächste Kandidat für die Nato-Integration", so die Expertin. "Dabei verbietet der Nato-Statut die Aufnahme von Staaten, die Probleme mit ihren Grenzen haben. Das gilt für Moldawien, die Ukraine und Georgien."

"Brüssel wird aber die Nichtaufnahme dieser Länder in die Allianz als ein Zugeständnis an Russland hinstellen", meint Krascheninnikowa. "Man muss aber berücksichtigen, dass außerhalb des Rahmens der offiziellen Mitgliedschaft, sondern im Rahmen der Partnerschaftsbedingungen eine derart intensive Zusammenarbeit geführt wird, dass sie praktisch einer Mitgliedschaft gleichzusetzen ist."

Nato wollte eine Alternative zur Uno bilden

Nach Auffassung des Politologen Andranik Migranjan, hatte das Weiterbestehen der Nato nach dem Zerfall des Warschauer Vertrags und der UdSSR 1991 keinen Sinn mehr. "Wie aber auch jede bürokratische Organisation bemühte sie sich um die Selbstrettung, was sie auch heute tut", so Migranjan.

Die Allianz hat sich in eine Organisation verwandelt, die Polizeifunktionen ausführt, um eine Alternative zur Uno zu schaffen (wo Russland und China die Möglichkeit haben, Beschlüsse zu blockieren) und bei der Festlegung eigener Interessen und Ziele auf niemanden Rücksicht zu nehmen.

Die Bombenangriffe auf Jugoslawien 1999 markierten eine Umwandlung der Nato von einer Verteidigungsorganisation in eine aggressive Angriffsorganisation. Dies war der erste Fall, wo die Nato außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs operierte. Der Initiator und die treibende Kraft dieser Umwandlung war US-Präsident Bill Clinton, betont Migranjan. Damals kam es zur ersten Welle der Nato-Osterweiterung. Später wurde diese Politik von George Bush jr. fortgesetzt.

Allianz zementierte transatlantische Zusammenarbeit

Die Hauptziele der Nato-Gründung waren Festigung der transatlantischen Zusammenarbeit, Schutz vor der sowjetischen Gefahr und Integration der Bundesrepublik Deutschland in das westeuropäische Sicherheitssystem, betonte Andrej Kortunow, Generaldierektor des Russischen Rates für internationale Angelegenheiten und Präsident des Fonds Neues Eurasien, in einem Gespräch mit RIA Novosti.

"Einerseits hat die Allianz die westeuropäischen Länder an die USA gebunden und die transatlantische Zusammenarbeit gefestigt", so der Experte. "Dies war wichtig, weil alle die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges vor den Augen hatten: Damals zogen die USA aus Europa ab und traten nicht einmal dem Völkerbund bei, wodurch ein gewisses Gleichgewicht zerstört wurde und die Spannungen angespornt wurden, die im Endeffekt zum Zweiten Wetkrieg geführt haben."

Andererseits hatten die USA und die Verbündeten Angst vor der sowjetischen Gefahr. Die Nato wurde vor dem Hintergrund einer Reihe von Krisen in Zentraleuropa gegründet, als dort bereits nicht mehr Koalitionsregierungen, sondern kommunistische Regierungen an die Macht kamen.

Chronik der Nato-Erweiterung

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